Opus NULL

Folge 4 - Dreck

Guy Speyers, Gerald Futscher Season 1 Episode 4

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Was passiert, wenn Musik nicht sauber sein will? In der vierten Folge von Opus Null sprechen wir über „Dreck“ – über Geräusche, Fehler, Reibung und alles, was sich der Idee des perfekten Klangs widersetzt.

Wir fragen, welchen Einfluss das Unreine auf die zeitgenössische Musik hat: Wann wird der Fehler zur Methode? Wann wird das Geräusch zum Material? Und ist der „dreckige“ Klang heute noch ein Zeichen von Widerstand – oder längst Teil der musikalischen Normalität?

Eine Folge über Klang, Körperlichkeit und die Frage, ob im Unsauberen vielleicht eine tiefere Wahrheit der Musik liegt.

Speaker 2

Der Podcast von Ensemble Plus mit Guy Speyers und Gerald Futscher. Neue Musik, neue Perspektiven Themen unserer Welt. Also heute geht es um Dreck. Was meinen wir bei Dreck? Was hat Dreck mit unserer Musik zu tun? Wie siehst du das?

Speaker

Naja, da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie man das sehen kann. Also bei Dreck und den ganzen Synonymen begriffen. Was ist das eigentlich? Man kann zuerst schauen, was ist es im Unterschied, was wäre denn das Gegenteil davon? Das wäre Sauberkeit, die Reinheit. Und für mich Dreck ist in erster Linie das, wenn ich aus meinem Zuhause, das ja möglichst sauber sein soll, hinausgehe. Und wenn ich dann wieder zurückkomme, dann ist der Dreck das, was an den Schuhsohlen klebt, das ich nicht in mein sauberes Haus hineinbringen will. Bei Mann ist das ja ganz stark. Warenkulturen in Japan zum Beispiel. Da wird das ganze Haus, wenn ich vergesse, die Schuhe ausziehen und ich mache nur einen Schritt hinein, dann ist das verunreinigt. Und zwar, das ist dann wie böse Geister und die Frau muss dann leider das ganze Wohnung putzen. Ein falscher Schritt. Und sie muss alles von Grund auf wieder säubern, um diesen Dreck hinauszukriegen.

Speaker 2

Aber das muss man hier auch machen. Hier genau muss das putzen. Wir sind nicht so heikel oder nicht so pingelig.

Speaker

Wir sind nicht so pingelig. Und bei mir, also der Dreck einerseits diese Verunreinigung, diesen sauberen Idealzustand, der beschmutzt wird. Aber für mich ist der Dreck zum Beispiel, du hast positiv konnotiert, weil als ich aufgewachsen bin, das war in einer so einer Wohnblock-Siedlung. Und da gab es viele Kinder, das waren so Babyboomer-Generationen und da waren, ich weiß nicht, sicher zehn, zwölf so Blocks mit je acht Parteien oder mehr drin. Und ich weiß, als ich das erste Mal dann endlich hinaus durfte, ohne an der Hand der Mama zu sein, war das natürlich eine Riesenfreiheit. Und raus in die Wiesen und auf den Acker. Und immer wenn ich nach Hause gekommen bin, war natürlich der Vorwurf meiner Mama, jetzt bist du schon wieder so dreckig. Also ich war immer dreckig. Und das war für mich aber was Positives. Ich habe es ja geliebt, mich im Schlamm zu suhlen. Und es hat sich verändert.

Speaker 1

Wahrscheinlich nicht wirklich viel. Die Grundeinstellung ist die gleiche. Oder es gab, ich habe auch Dreck sind natürlich auch Pfützen am Boden.

Speaker

Und ich habe zum Beispiel eine Lieblingspfütze gehabt. Die war nur so an einem Eck, dass wenn die Mutter am Küchenfenster ausgeschaut hat, dann konnte sie diese Ecke genau einsehen. Und ich musste immer aufpassen, dass sie gerade nicht dort ist. Und dann bin ich auf alle vier und habe aus dieser Pfütze getrunken. Und einmal hat sie mich dann erwischt und ruft runter, bist du verrückt? Geh weg, was tust du? Und ich habe gesagt, ich bin halt ein Hund. Ich trinke halt aus Pfützen. Das hat man dann natürlich alle möglichen Würmer immer beschert. Bandwürmer und alles mögliche Würmer gehabt. Klar, also aber das Dreck, das war das, was du hast Positives. Das war für mich, und so kann man es ja auch sehen. Dreck ist ja auch ein Synonym für Erde. Also ja, also es ist so eine zwiespältige Sache mit dem Dreck. Als Jugendlicher, klar, war man ja dreckig. Ich hatte die Vorbilder.

Speaker 2

Die waren die besten Zeiten, oder? Ja, ja, genau.

Speaker

Und wir waren nicht mehr dreckig, aber das war nichts Negatives. Also der Dreck, natürlich wird der Dreck auch anders verwendet. Man sagt ja dann zu allem, das Fremd ist auch. Das ist Dreck. Oder Dreck als abwertendes Urteil. Also da sind wir da jetzt in der moralischen Kiste, dass man sagt, this arbeit is aber Dreck. Oder das ist dann Müll oder Abfall. Und moralisch gesehen ist der Dreck natürlich alles, was from the reinen, schönen, Warren und Guten weit entfernt ist. Oder it's musicalisch gesehen, what in the Teilton-Reihe einfach erst später kommt. The Oktave und the Quint and the Quartz und the große Terz, the kleine Terz, da hat man die bis zum sechsten Teilton, that sind die schönen, die sauberen, reinen Intervalle, weil der Terz wird schon schwierig. Aber sagen wir so, die ersten vier Teiltone. Je weiter man raufgehen, umso mehr weicht es ab. Und die Abweichung wird ja auch als Dreck empfunden. Ich möchte gar nicht sagen, wie moralisch man das oft, ganze Völker waren dreckig. Klar. Aber logisch, also Dreck ist, man sieht so, man kann es auf verschiedene Arten anschauen. Einmal ist es eben für mich ein Synonym für die Erde, für die nicht grasbewachsene Erde. Die Erdklumpen, sowas bezeichnet man auch als Dreck, vor allem wenn es dann eben irgendwo anhaftet, wo es nicht soll. Auf der sauberen Hose oder so. Da wird das Ding. Und zum anderen ist es einfach ein moralisches Aburteilen etwas Hässliches. Das Gegenteil vom Schönen. Und so nicht gewünscht. Ja, nicht gewünscht. Und so wird es natürlich meistens verwendet. Und in der Musik gibt es ja auch viele, die über Musikstücke so sprechen, dass sie sagen, das ist ein Dreck. Also es ist auch das Abweichen von formalen Vorgaben oder einfach eine Arbeit, die nicht so ausgeführt wird, wie man es erwartet. Oder wie es der Auftraggeber erwartet oder das Publikum erwartet. Das wird dann auch als Dreck bezeichnet. Also mit dem Begriff ist es eine schwierige Sache, oder? Das ist eigentlich eine Frage der Ästhetik. In der Ästhetik, die Lehre vom Schönen, was ist schön. Seit Aristoteles gibt es das, also in unserer Geschichte geht es sehr weit zurück, in unserer Geistesgeschichte. Alle Philosophen haben sich irgendwann damit beschäftigt, was ist denn das Schöne? Und da haben wir immer als Gegenteil natürlich am anderen Ende das Häusliche. Und das Häusliche, das sind wir schon sehr nah bei diesem Begriff des Dreiecks. Und klar, und man sieht, es gibt dann sehr spät erst dann, ich meine, die Beschäftigung mit Schönem und Hässling gab es immer. Aber eben dieser Rosenkranz, Karl Rosenkranz, ein Schüler von Hegel, hat dann, glaube ich, als einer der ersten eine Ästhetik des Hässlichen geschrieben, also ein Book geschrieben, wo er dialektisch vorgeht. Also dialektisch heißt, wir haben auf der einen Seite the schönheit, auf der anderen Seite die Hässlichkeit. And die bedingen sich dann natürlich. And gehen da vielfältige Verbindungen ein. I think so muss man sehen. This is not unverness, when we so say, but you mean what and Drake?

Speaker 2

This is totally in order. It gets on our, or we couldn't just read. Wenn man an a Stradavari Geiger, was unglaublich schön ausschaut, das ist asymmetrisch, oder? Es ist nicht Perfektion. Und genau darum ist es schön, oder? Weil es eben nicht, wir Menschen sind auch nicht Gott sei Dank. Stell dir vor, wie wir ausschauen, glaube ich. Aber das ist das, wo ich das sehe, ich weiß nicht, wie du das siehst, aber musikalisch gesehen, wenn man die Sachen mittlerweile anhört, und es wird auch immer verlangt, dass alles so sauber and so perfekt is, oder? And ich hear manche Schuler, zum Beispiel, or Schülerinnen, oder die sagen, ja, ich hör Geräusche während dem Spiel. Hoffentlich hörst du Geräusche während. They mergen a Quietsch or they hear a Quetch or a so-bar. It is often wünschen that we so spielen, there must be a man of this comment when the bone the hair is a site, and there is a gerus. Nature, we arbeiten our life long to an endless book to become, that there's a kick or so. But that they not see that so much erlaubed is or dabei, is weird.

Speaker

Da kommen wir schon weg in der Musik, immer schon, oder? Da gibt es immer schon andere Vorgehensweise. Beethoven hat das Metronom geliebt. Also bei ihm müsste man am ehesten schauen, dass es wirklich exakt auf den Schlag ist.

Speaker 2

Aber is this auf dem Schlag oder ist das um eine Geschwindigkeit zu finden? Weil die italienische Begriffe waren und sind immer noch schwammig, oder? Weil das ist je nach gesellschaftlicher Zeitpunkt oder wo wir sind in der Zeit, oder? Was heisst ein Spaziergang, oder? Ist das ein Spaziergang vor 300 Jahren oder 200 Jahren oder ein jetziger Spaziergang, oder? Da sind dann die Schwierigkeiten.

Speaker

Klar, aber beim Beethoven, das ist das Metronom. Also der hat es quasi wie ein Click-Track verwendet. Aber ansonsten sind ja Abweichungen im Tempo, ich sage auch schon Abweichungen, also immer von diesem gedachten Idealzustand, dass es immer ganz regelmäßig ist, das wäre die Schönheit und das stimmt ja sicher nicht. Und beim Ton, klar, haben wir immer versucht, die Instrumentenbauer, die Instrumente so zu bauen, dass möglichst wenig Nebengeräusche entstehen. Aber wir merken immer mehr, dass diese Nebengeräusche ja ganz entscheidend sind. Also Sinustöne, das wären jetzt Töne, die wirklich eine schöne, eine, schöne Welle haben und nichts daneben, die sind ja langweilig und unlebendig. Klar kommt da ganz viel an Klang dazu. Man könnte ja zum Beispiel die Instrumente gar nicht unterscheiden, wenn ich die erste Zehntel Sekunde der Tonerzeugung wegschneide beim Instrument bei Aufnahme, dann höre ich auch nicht mehr, was es für ein Instrument ist. Also diese Art, wie es ankratzt, a Bratsch oder Anschlag vom Klavier, das ist ganz entscheidend, diese Geräuschkomponenten. Klar, aber wir sehen es dann immer, er ist ein Defizit von dem gedacht idealen Zustand. Das ist aber sicher falsch. Und jetzt sind wir ja immer weiter in die Richtung gegangen, dass Geräusche zum Beispiel auch was sehr Interessantes und sehr Schönes sein können. Wenn ich die Kurven, also diese Wellenkurven von Geräuschen anschaue, sind die ja wesentlich komplexer als von einem Ton, als von einem Einzelnen. Und es verwenden halt immer mehr Komponistinnen auch Geräusche in ihren Stücken. Und das hat aber, ja, wie kommt es dazu? Ist das eine Hinwendung zum Dreck? Nicht unbedingt, aber es ist eine Hinwendung zu weg von dem Ideal. So wie es in der Literatur ja auch weggeht, es ist nicht alles ideal, sondern es kommen auch Randfiguren, es kommen Typen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Oder selbst in der Malerei, im Expressionismus, versucht man auch Dinge zu stellen, die überhaupt nicht mehr schön sind. Also wenn ich ein Gefühl gehe von Menschen, wir haben ja nicht nur schön. Schön wär's. Aber wir haben auch andere Gefühle. Und da gibt es ja ganz viel negative Gefühle, die man ja auch zulassen kann. Man muss jetzt nicht immer ausleben. Wir sind so erzogen anders und so kultiviert erzogen that man negative Gefühle eher bei sich behält. Und nicht gleich rausschreit oder dem anderen ins Gesicht schlägt. But they are days, they are in Existenz. And they in einer Kunstform. Die sind wichtig. Und in einer Kunstform müssen die auch einen Ausdruck finden. Das fangen ja schon früh an. Also es geht ja in der Romantik eigentlich los. Wenn ich beim Job schau, was der an Tritonus-Sequenzen had. Der Tritonus, this is the übermäßig quadverminderte Quint. Das Publikum was in der Value sogar the name, this is the Teufel in the Music, Diabolus in Musica. This is so furbar, that can manage verwenden. Also man did an bestimmten Grund und runter, and so we have überhaupt kept mehr. Aberfen würde, dazu nimmt. Sondern der spielt die Kaskadenrechte, linke Hand, Triton nach Triton. Also das hässlich denkbare Intervall verwendet der ganze Sequenzen lang. Und der hat gesagt, Schoupeu ist so schöne Musik. Aber klar, es ist eine schöne Musik jetzt als Überbegriff, aber er verwendet bereits ganz viele Klänge, die weit entfernt sind von diesem Ideal der Schönheit.

Speaker 2

War er auch zu seiner Zeit beliebt oder war er eher? Ich habe eigentlich nie über Chopin gedacht.

Speaker

Er war es ja sehr beliebt in Paris, in Salons hat er gespielt. Und dann in Wien war er auch. Aber Wien war damals zu der Zeit so, dass sie erwartet haben, dass wenn jetzt ein Komponist and Pianist auf die Bühne geht, dann muss er furchtbar krachen. Und so hat er nicht gespielt. Ich weiß von Zeitzeug, die dann in Tagebüchern schreiben oder so, dass when Joe Burns Klavier gegangen ist, dann war es sehr, sehr leise und sehr langsam. Und man hat ja oft das Gefühl, er sucht erst den nächsten Ton. Im Unterschied zum Franz Liszt, der sich ins Klavier gesessen hat und es ging ein Gedonner los und ein Knaller.

Speaker 2

Vielleicht war er auch nicht am Improvisieren. Vielleicht war er wirklich am Suchen. Irgendjemand ist hinter der Bühne gesessen und er hat alles aufgeschrieben. Ist doch nicht, aber.

Speaker

Schau war länger in Wien und hat lange Zeit verweigert, aufzutreten. Man hat ihn bedrängt und er hat in der Zeit ein paar sehr laute Stücke dann komponiert, um dann dem Wiener Publikum diesen Spaß zu bieten. Okay, ich kann also auch als Klavier sitzen und einen riesen Krach veranstalten. Aber das war überhaupt nicht seine Art eigentlich. Okay, also Krach. Krach ist ja auch was, das meine Musik nicht so gern haben.

Speaker 2

Ja, aber warum wird das nicht akzeptiert? Das ist das, was ich meine, wenn wir überall hinschauen, überall in jede Stadt, wo wir, wo wir durchlaufen und so, da kommen lauter Geräusche und lauter Effekten, Soundeffekten, wenn man das so sagen kann, oder Dreck? Und da wird es dann akzeptiert, aber sofort, dass man irgendein komisches Klang verwendet, und ich sage jetzt nicht dauerhaft in ein Stück oder so, ab und zu kommt etwas raus, und dann ist das, wie du sagst, sofort, dass man das ein Dreck irgendwie bezeichnet, oder? Warum ist da keine Akzeptanz dafür oder zu wenig?

Speaker

Naja, wie soll ich sagen? Also, meine Mama sagt zum Beispiel: diese Dinge, die höre ich eben so im normalen Leben und die sind ja nicht schön. Und wenn ich in ein Konzert gehe, dann möchte ich mich ja erholen von dem ganzen Dreck, der sonst so auf der Welt passiert, und da möchte ich ja was Schönes erleben. Und da kommt dann eben dieser, das wäre dann so eine Harmonie-Sucht. Also quasi das Publikum geht ja ins Konzert, um sich von diesem dreckigen Alltag zu erholen oder von einer harten Arbeitswelt, und jetzt gehe ich da und jetzt möchte ich eine schöne Melodie hören. Und da ist dann ganz klar, was das sein soll. Also da haben wir eine klare Vorstellung, was ist dann das Schöne? Das ist einfach, meistens ist es sehr einfach. Und es ist ja eben keine dreckigen Klangfarben, nicht zu laut. Kein wilder Rhythmus. Kein wilder Rhythmus. Am liebsten für euch eigentlich einen Dreivierteltag. Also da gibt es klare Vorstellungen.

Speaker 2

Obwohl du zwei, drei leicht spät ist.

Speaker

Aber warum wollen wir das jetzt im Konzert haben? Dinge, die nicht schön sind. Weil sie interessant sind. Ich glaube, also mein Ding ist, ich will auch nichts hässliches oder dreckiges in moralischen Sinn, sondern ich möchte interessante Dinge im Konzert. Und ich möchte natürlich auch was Neues hören. An duur-dreiklang im Konzert, that have schon gehört, schon mehrmals. And then auftaucht in einem anderen Zusammenhang, kann es überraschend sein. But when we have these dricklingen herumkomponiert, dann sind wir halt, this is halt forbei. Das ist einfach, das ist dann, das will ich nicht. Ich will ja auch nicht einen Kinofilm aus den 1930er Jahre ewig anschauen. And dort beharren und sagen, damals war es gut. Alles, was danach kam, ist ja ein Schund. Weil damals war es noch schön. Es ändert sich halt. Und soll sich erinnern, damit was Neues passiert und damit ihr einfach was Interessantes zu hören kriege.

Speaker 2

Aber ist es möglich, etwas Neues zu erleben mittlerweile?

Speaker

Sicher. Sicher. Immer.

Speaker 2

Aber das sind neue Geräusche.

Speaker

Wir haben immer das Gefühl, aber das hat jede Zeit immer das Gefühl, ja, jetzt haben wir ja schon alles gemacht. Da stehen alle wieder vor dem, jetzt haben wir alles getan, was können wir noch? Und dann kommen oft einmal ein paar, die schlagen alles zusammen. Die werden dann verteufelt natürlich. Was für ein Dreck. Ja, es ist wieder ein Skandal. Ja, genau. Aber das brauchen wir. Wir brauchen immer auch Leute, die traditionelle Dinge zerstören. Und wirklich zerschlagen nicht im übertragenen Sinn, um dann wieder auf was Neues aufbauen zu können. Klar, Rusulo, der in Italien Maschinen gebaut hat, die Geräusche produzieren wie in einer Fabrik oder so. Wenn es quiets and knallst and scheppert, this can jack was schönes sein, wenn man zuhört, wenn man aktiv zuhört. Die da hinten vorbeifahrt und das nervt ihn brutal. And ich mir das angehört, anders, yeah, yeah, when you just with demon, was du da hörst, immer eine Autobahn verbindest, dann kriegst du mir auch auf den Keks. Aber hör mal hin, es klingt eigentlich wie eine Meeresbrandung. Und hat sich das angehört und sagt, ja, schön. Sag ich genau. Und wenn ich am Meer wohn und ich höre das mehr raus, ist das ja was Schönes, wenn ich es nicht immer habe, ja, vielleicht.

Speaker 2

So in der Beim Arzt.

Speaker

Ah ja, in dieser Röhre.

Speaker 2

In der Röhre sitzen musste. Und diese 20 Minuten oder wie lange das war, keine Ahnung. Aber die Geräusche und die Klänge, die da rausgekommen sind, am liebsten irgendein Stück oder keine Ahnung, bestellen.

Speaker 1

Wo ich das erste Mal musste, habe ich gedacht, meine Güte, was ist das?

Speaker

Und wo ich dann rauskam, habe ich zu dem Arzt gesagt, ich stehe nicht so auf techno. Das nächste Mal bitte. Bisschen andere Musik.

Speaker 1

Die haben mir die Zöld angeschaut und gesagt, das war ja nicht zu ihrer Unterhaltung. War mal klar.

Speaker

Aber ja, also auch so, ja, natürlich, es gibt, und da gibt es ja, das entwickelt sich ja weiter. Unser Umfeld, unser Schallumwelt verändert sich ja ständig. Und da kommen immer neue Sachen, da kommen immer neue Klänge daher, die durchaus interessant sind und die man sich ja irgendwann alle auch verwenden wird. Und jetzt klar mit der elektronischen Musik, da passiert unwahrscheinlich viel. Unendlich viel. Und allein wie man die Verbindung traditioneller Instrumente mit Elektronik, da gibt es wahrscheinlich noch ungeahnte Möglichkeiten. Also ich glaube, wir stehen da noch ganz am Anfang. Auch wenn wir das letzte Mal über Notation gesprochen haben, habe ich mir gedacht, was wäre das, also als Versuch, wenn ich ein einfaches Stück, das so schön komponiert ist, ein traditionelles kleines Stück, klein, damit es nicht so aufwendig wird, in den Schwingungszahlen notiere. Und wenn ich mir dann das anschaue, in welchem mathematischen Verhältnis stehen diese Schwingungszahlen zueinander? Und wann, ab welcher Folge quasi, kann ich ableiten, jetzt wird es so schön, so wie der Fuchs, mit Monte Verdi gemacht hat, dass wir jetzt einfach hinter Mostert-Symphonie nur noch Schwingungszahlen notieren. Und dann versuchen, könnte man ja halt mit KI oder so, such mir die Code heraus, such mir Algorithmen heraus, nach denen das funktioniert. Und dass dann vielleicht einmal eine Musik der Zukunft überhaupt mit Zahlen notiert wird. Für Musiker ist es natürlich schwierig.

Speaker 2

Das ist ein Albtraum, was ich sage. Ja, aber ich meine, mittlerweile, wir lesen auch mit Centzahlen und solche Sachen, das hat man einfach lernen müssen, oder? So von dem her, und welche Oberton-Reihe, welche trifft man zu welchem Zeitpunkt, dass irgendwann hat das lernen müssen, oder? Ich glaube, da ist ein bisschen mehr zu lernen, weil das, was du da für eine Idee hast, als nur die Obertöne und ja, wie viel Cent ist ein Viertelton? Das wissen wir alle mittlerweile, oder? Es ist nur, ja, das wird, ja, mach's, dann hören wir es aus.

Speaker 1

Dann gibt es in Zukunft Kompositionen, wo nur noch mathematische Formelalgorithmen dastehen.

Speaker

Und man sagt, beginn bei 440 Hertz und spiel diese mathematische Folge vor.

Speaker 2

Die Frage ist, ob das sowas schon gegeben hat.

Speaker 1

Ja, ich weiß es nicht.

Speaker 2

Das ist das Problem, das wir haben, oder? Da ist so viel Zeug umeinander, wir wissen gar nicht, wo wer was gemacht hat, oder? Und ja, muss man eigentlich immer, bevor man ein Stück schreibt oder so, ja, obwohl es wurscht ist, oder? Wenn das eine Idee, dass du gehabt hast, dann probiert man das halt aus. Und wir haben eh darüber über Gerald Amann geredet, oder? Wo er nicht gewusst hat, ob solche Sachen existiert hat und hat es trotzdem gemacht und war in seiner Region ein Forscher.

Speaker

Und vorne dran, natürlich. Genau. Klar, und es entwickeln ja immer ganz viele, ganz ähnliche Dinge. Das gibt es ja immer, dass nicht einer hat was erfunden hat, sondern da melden sich dann auf einmal fünf andere, die sagen: Moment, ich habe das auch, aber ich war früher und so, das ist 3, 3. Allein zwischen Schönberg und Josef Matthias Hauer. Oder der Schönberg, der diese zwölf Ton- oder Dode Karphonie entwickelt und dann kommt der Josef Matthias Hauer, der hat den sogar verklagt, hat gesagt, nein, ich habe das erfunden. Schönberg hat gesagt, das ist mir wurscht, was sie erfunden haben. Ja, ja, klar. Ich kenne das ja nicht. Hauer hieß es halt anders. Das waren halt Tropen.

Speaker 2

Ich glaube, es ist nur wichtig, wenn man dann rausfindet, dass es so wie Schönberg oder dass man akzeptieren kann, dass man nicht der Erfinder war von etwas. Und da sieht man dann wie ein Teddy und Haas. Oder Teddy hat zuerst mit den Obertönen wiederkomponiert, sagt man so. Aber er akzeptiert immer und sagt: Ja, Teddy war eigentlich der erste, der so etwas gemacht hat. Ob Teddy der erste war, das wissen wir auch nicht. Eigentlich die aus der Mongolei waren der erste zuerst.

Speaker

Allein Leibniz, wie er die, ich glaube, die Differentialrechnung erfunden hat, hat ihn Newton verklagt. Der hat seine Studenten, die sind gegangen, haben ihn angezeigt, der habe ich das gestolen, weil er hat ihn einmal besucht in London. Und während der Newton kurz auf die Toilette muss, habe ich der Leibniz alles von ihm abgeschaltet. Leibniz war das völlig egal. Der hat gesagt, du Idiot, oder? Spinner. Was soll das? Also diese Größe muss man natürlich auch haben, dass man nicht der Einzige, wir sind ja nicht allein auf dem Planeten. Und wir funktionieren alle relativ ähnlich und ja.

Speaker 2

Ich finde es oft immer so spinnig, oder wenn Leute geklagt werden, weil die dasselbe Reihenfolge von Tönen genommen haben, oder? Das finde ich immer so. Hallo? Ich meine, das war Pink Floyd und Pink Floyd und Andrew Lloyd Weber mit dem Echo. Das ist nur eine Reihe von Tönen, oder? Und Andrew Lloyd Weber hat gedacht, dass er der erste war, aber die Pink Floyd waren eigentlich zuerst dran. Damit hat er die Klage verloren.

Speaker

Aber noch schöner finde ich die Klage. Die Nachlassverwalter von John Cage sind sehr gefürchtet. Die sind sehr streng. Und da hat er mal irgendein englischer Komponist auf irgendeiner CD, was ich Blödsinn ist, mittendrin, zwei Minuten Stille, und hat dazu geschrieben, er widmet dem Publikum zwei Minuten Stille. Was natürlich relativ dumm ist, John Cage, Nachlassverwalter haben ihn sofort verklagt und gesagt, das ist Diebstahl geistigen Eigentums, John Cage, 4 Minuten 33. Gibt es bereits, das ist gestolen. So, dann kam es wirklich zur Gerichtsverhandlung und der Richter war nicht ganz dumm. Der hat gesagt, sie sind ein Komponist zeigenössischer Musik. Das heißt, sie werden ja John Cage kennen. Können sie bestreiten, natürlich kenne ich John Cage. Okay, wenn sie John Cage kennen, dann kennen Sie aber auch sicher dieses Klavierstück. Dann muss er zugeben, ja, natürlich kenne ich es. Und du hast gesagt, du bist Diebstahl.

Speaker 2

Aber 433 ist nicht das gleiche wie zwei Minuten. Er hat aber einen Teil daraus gestohlen. Ah, okay.

Speaker 1

Er wurde vermutet. Er muss von jeder CD den entsprechenden Anteil.

Speaker 2

Ja, das hängt vom Richter ab, welche du da triffst, ob du Glück oder hast oder nicht.

Speaker 1

Das habe ich immer toll gefunden. Der hat einfach ein Stück Stille gestohlen.

Speaker 2

Ja, Wahnsinn. Das tut mich wahnsinnig machen, muss ich ganz ehrlich sagen.

Speaker 1

Nein, ich finde es gut und zu Recht.

Speaker

Ist ja völlig blödsinnig an. Ich widme mit dem Publikum zwei Minuten Stille. Da sind wir jetzt zum Beispiel mit dem dreckigen Klang.

Speaker 2

Ja. Lachenmann. Lachenmann, Dreckmann. Wir sehen das nicht das Dreck, das ist alles klar, oder? Aber alle anderen würden das anschauen und sagen, das ist ein absoluter Schmarrer. Absoluter Blödsinn.

Speaker

Das ist eh eins der Paradebeispiele, wäre eh dieses Pressur oder wie das heißt?

Speaker 2

Pression, ja.

Speaker

Für Violoncello. Ja, genau. Und was macht er? Er geht auf die Stellen, wo eben genau ein reiner Ton nicht erzielt werden kann, also hinterm Steg. Und wenn ich damit drück auf diese Seiten darüber, da kommt halt sehr viel Geräusch. Also sehr superschön. Es ist ja richtig schön. Und er sucht also all diese Stellen auf den Instrumenten ja immer auf. Wo eben tatsächlich was Neues herauskommt, etwas, das man sonst immer verhindert hat.

Speaker 2

Aber was ist das Schöne an diesen Geräusche, dass da rauskommen? Du sagst, es ist echt schön oder ich finde es auch sehr schön. Aber was ist es daran, dass das so schön ist? An dieser Reibung, oder? Es ist die Reibung, man spürt eine Kraft.

Speaker

Man spürt natürlich auch den Widerstand. Das sind Stellen, wo eine Seite sehr schwer schwingt. Wenn ich den Druck verstärke vom Bogen, dann unterdrücke ich noch, dass sie überhaupt schwingen kann. Und dann gibt es natürlich ein ganz starkes emotionales Ding. Da reagiere ich emotional. Wenn ich etwas höre, das mit sehr starkem Druck, sehr gepresst, knarzt, dann löst es was aus.

Speaker 2

Absolut, it's the emotion dahinter. When many zu einem Sänger oder Sängerin geht, the emotion comes durch das Atmen. Oder das Nebengeräusch, das da kommt während the Vorstellung. And jeder Toningenieur, das the atmen oder rausschneidet, is the größte Vollkoffer der Welt, oder? Find ich. Oder das Atmen beim Geige spielen zwischen in der Pause oder beim Einsetzen. Die sind die schönsten Sachen, oder? Aber da war eine Zeit, wo diese Sachen weggenommen worden sind von Aufnahmen, oder? Wo das Dreck muss weg, oder? Ich finde das echt furchtbar. Das Dreck muss weg. Das klingt wie ein Demo machen. Wir nicht, aber das Dreck muss weg.

Speaker 1

Das klingt aber schon klingt gefährlich.

Speaker 2

But this is this for me, it hurt overall dazu. It is not the extreme in which man this practice, oder? Und manche solisten are bekannt, or bekannt, noting the outdrocks that they are, oder? Yeah, publicers, yeah, yeah.

Speaker

Yeah, yeah, yeah. Also gibt es einige so Beispiele, die einfach einen tollen Ton haben, der sich einfach unterscheidet von anderen. Das ist schon wichtig. Oder bei Sängern, ich meine, jetzt Drecks, da sind wir natürlich auch sehr schnell dann natürlich in der in der Popkultur, sag ich mal. Oder? Grunge heißt ja.

Speaker 2

Distortion Pedal ist nichts anderes als Geräusch, oder?

Speaker

Und das Wort Grunge ist ja, glaube ich, heißt ja zu Deutsch auch Dreck. Das ist einfach der Begriff. Und dort haben wir das sehr früh schon. Also wie die Sounds produzieren, die müssen ja fast dreckig sein. Sonst klingt es ja nicht cool mehr. Warum das dort so ist, überlege ich gerade.

Speaker 2

Ich meine, ich habe vorher, wo ich aufgebaut habe, habe ich angefangen, Simon ⁇ Garfang zu singen, oder? Aber die sind ein perfekter Beispiel, oder? Dieser Dudelsack oder wie das ist, das klingt wie ein Waschbrett oder sowas. Ist das der Boxer oder sowas? Das geht den ganzen Weg durch das Ding. Aber ohne das wird es so ein fades erlehrt, oder? Ich gehe immer wieder zurück zu Pink Floyd, oder? Das Zufall, was da passiert ist bei dem Stück Echoes, oder? Am Anfang ist irgendwas passiert zwischen dem Rhodes Klavier und Verstärker, oder? Aber das hat so ein geniales Geräusch produziert, dass die das dann gelassen haben, oder? Und das Spiegel wiederholt sich dauernd in dem Dings, weil es einfach denen so wichtig geworden ist.

Speaker

Klar, oder Rückkoppelungen gebaut oder Störgeräusche oder elektronische Störgeräusche, die entstehen bei Aufnahmen, die dann extra thematisiert werden. Oder in der klassischen Musik gibt es das auch, die nur arbeiten mit Fehlleistungen von Maschinen. Die dann elektronische Maschinen, die plötzlich Fehlerquellen produzieren, wo man nur das dann hernimmt. Und das kann wahnsinnig witzig klingen und interessant klingen natürlich. Wo immer man was Neues findet.

Speaker 2

Und ob es lustig ist, ist auch okay. So wie diese Gruppe, dass die Instrumenten tauschen, wir haben da darüber geredet, eh, oder der Portsmouth Symphonia, glaube ich. Die tauschen absichtlich die Instrumente und dann spielen Zaratustra oder Messias oder Handel oder sowas, oder? Und es klingt furchtbar, aber es ist herrlich lustig, oder? Und weil die Geräusche, die da entstehen, ist es dann schön, aber die meinen das schon als Comedy-Dings. Aber es ist trotzdem super, oder? Dass so etwas passiert. Ich glaube, viele Leute werden erstaunt zu sehen, wie viel Dreck dabei ist, unbewusst, oder? Ich habe erst auch bei Queen, oder habe ich erst bei dem, wo der Film rausgekommen ist, oder Bohemian Rhapsody, dass die da Münzen auf die Pauken geworfen haben, um mehr Geräusch dazu zu bringen, oder? Das sind dann Kleinigkeiten, wo kein Mensch merkt, aber es ist dabei, oder? Da entsteht dann irgendein dreckiger Klang dazu, oder?

Speaker

Klar. Ja, aber darum habe ich das lange, habe ich das vermieden jetzt über Botmusik zu sagen. Klar, dort ist das einfach sehr, sehr im Vordergrund. Tom Wates, when ich dort das Schlagzeug anhöre, bei vielen Wates Nummern, dann sind das, ich habe das immer gelesen, sogar von ihm, wo das in einem Interview sagt, der macht teilweise, knallt er zu Hause eine Türe zu, nimmt das auf und verwendet das als Bass Drum. Also er nimmt lauter Geräusche, die er im Haus aufnehmen kann und montiert das dann zu seiner Schlagzeugspur. Absichtlich. Und darum kriegst du auch so einen entsprechenden Klang oder auch seine Stimme. Er googelt zuerst trinkt er mal Whisky und raucht, obwohl er das sonst eher nicht tut, nur damit seine Stimme so verraucht und so dreckig klingt. Ja, ja, sicher. Das war ein Wahnsinnshypot.

Speaker 2

Aber Leute fragen sich heutzutage, warum manche Leute Grammys gewinnen, oder? Aber wenn du jetzt einen Billy Eilish nimmst, der quasi unschlagbar ist im Moment mit Grammys, oder? Aber du nimmst ihr Bruder Phineas und er macht genau das Gleiche. Er macht genau das Gleiche, oder? Und es ist jetzt, es wird quasi erfinderisch behandelt mittlerweile. Er weiß selber, dass er nicht der erste war, der so etwas gemacht hat. Aber er macht solche Dinge, dass in Australien einen Ampel aufnehmen und dann nachproduzieren, oder? Da kommen wir wieder zurück zu den elektronischen Möglichkeiten, die da sind. Aber das ist die Genialität, wo diese Leute so etwas Besonderes macht, oder? Du kannst sowas nicht vergleichen mit Beatles, schau Beatles an. Die waren auch erwinterisch, oder?

Speaker

Alles, das ist ja wichtig. Also man muss einfach, wenn man in diesem Metier arbeitet, ist man ja auf Geräusche, auf Klänge sensibilisiert. Was habe ich nicht alles in der Küche für tolle Klangquellen gefunden? Das ist unvorstellbar, was man da. Und wenn man das einsetzt. Ja, wie eine Pasta-Maschine da. Einmal in der Theatermusik, da war eine Szene, wo zwei Männer sich immer näher kommen. Und dann immer das, und ich sollte da Musik dazu machen. Und dann bin ich in die Metzgerei, habe ein Schweineherz gekauft, habe das zu Hause im heißen Fett angebraten und das Mikrofon drüber gehalten.

Speaker 2

Ja, das spritzt wahrscheinlich.

Speaker

Klar, anbraten. Und man hat gehört, da wird was angebraten. Das ist ein Herz, weil na gut, das war jetzt mein Gleich, muss halt sein. Aber ich weiß noch, das Entsetzen meiner Frau, die kommt in die Küche und sagt, mein Gott, was stinkt denn da?

Speaker 1

Und sieht mich, dann schweißt das Herz in der Fahne, die mit dem Mikrofon sagt, bin ich komplett drüber geschnappt. Solche Dinge.

Speaker

Also da, eben gerade in der Küche, das tun viele, da gibt es ja unwahrscheinlich tolles an. Aber Kaffeemaschine, wenn das letzte Wasser hochgurgelt oder so, das sind ja so schöne Klänge.

Speaker 2

Ich muss sagen, der Kaffeemaschine von meinem Bruder macht so Wahnsinnsgeräusche mittlerweile.

Speaker

Es ist auf der Sammlung alter Kaffeemaschinen, die schon so verkalkt sind und die nicht entkalk, weil sie dadurch noch viel, viel mehr gurgeln und grunzen. Das ist eine Freude. Manchmal schaut es einfach ein, um mich zu vergnügen.

Speaker 2

Ja, ja. Das klingt wie beim Zahnarzt.

Speaker

Das ist sensationell. Aber auch beim Zahnarzt, wenn man sich, wenn man es abwehrt, den Klagen. Jeder sagt, Zahnarzt, das ist furchtbar. Und vor allem diese Klänge. Und wenn man es, ich sitze mich hin, entspanne mich und höre zu, wie ich einem Musikstück zuhöre. Und das ist unglaublich, was für schöne Dinge macht. Allein, wenn er diesen Speichel absaugst auch. Ja, ja, ja.

Speaker 2

Aber das ist, glaube ich, mein Ding mit dem Rohr, wo ich in dem Rohr gelegen bin. Das ist da für mich eine ähnliche Geschichte, oder? Ja, ich meine, die Geschichte von meinem Fuß OP habe ich dir eh erzählt, oder wo ich Gaga war irgendwie, und die haben mich gefragt, ob ich Musik hören wollte. Und dann habe ich gesagt, ja, ja, bla bla bla, das und das. Dann bin ich aufgeweckt und da ist das Streichstett oder das Sextett von dir am Laufen im OP-Zimmer. Und ich glaube, die Ärzte haben alle gedacht, das ist sicher genau dasselbe Geräusche gewesen, wie vorher. Es war sicher genau gleich, oder? Ja. Herrlich.

Speaker

Wir haben jetzt diese wohltemperierte Stimmung. Wenn man früher reingestimmt hat, dann muss man sich auch entscheiden, in welche Tonart gehen wir. Und dadurch, dass ich blöderweise das pütechhourräische Komma, das heißt einfach, wenn ich Oktaven rauf stimme, die einfach zu stimmen sind, immer das Verhältnis 1 zu 2 und Quinten rauf stimmen, 2 zu 3, dann kommen die einfach nicht am selben Fleck an. Das geht einfach nicht. Jetzt hat man früher Instrumente die obere Hälfte anders gestimmt wie die untere, oder möglichst reingestimmt und dieses Komma in die Mitte gelegt. Und wenn jetzt der Komponist genau da drüber spielt, dann hieß es im Volksmund, da heult der Wolf. Und das finde ich ein schönes Bild, weil dort war es dann wirklich falsch. Und das hat dann jeder gehört, so da heult der Wolf. Und das kann man aber natürlich absichtlich auch verwenden. Ich glaube, dass Komponisten solche Dinge mit Absicht verwendet haben. Und dass viele Dinge, die heute bereinigt sind, die früher ganz anders geklungen sind. Wenn die Instrument reinstimmen und ich mache dann manche Modulationen in entfernte Tonarten, da wird es dann einfach falsch. Also da wird es dann dreckiger. Und das kann ich natürlich auch benutzen in dramatischen Situationen. Und da haben wir, also für die Dramaturgie brauchen wir auch Dinge, die jetzt auf den ersten Blick vielleicht als hächlich erscheinen. Oder eben als dreckig erscheinen. Die müssen die dann auch bringen. Die ganzen verminderten Selbdkorde in der Oper. Es ist ja furchtbar. Kaum hebt eine das Messer, um zuzustehen, kommen diese verminderten Akkordeon in der Tief. Aber das braucht man ja.

Speaker 2

Ja, man braucht es, oder die haben es damals gebraucht irgendwie. Aber mittlerweile, da schreiben Leute ganz anders für sowas, oder? Ich meine, die schreiben wahrscheinlich immer noch die ähnlichen Akkorde, aber die schreiben dann andere Sachen dazu, oder?

Speaker

Wobei, was schon, es wirkt natürlich, was mir auffällt, also je interessanter, sage ich jetzt, dreckiger, geräuschafter in Klang ist, das wirkt umso besser, wenn man es zum Beispiel jetzt nicht in eine Tour-Sequenz hineinstellt, aber zumindest in Stille. Wenn man die Stille verwendet, weil die ist wirklich dann sauber. Und wenn dann sowas kommt, hat es natürlich viel, viel mehr Kraft.

Speaker 2

Es ist mehr Wirkung.

Speaker

Als wenn das in einem durchgeht. Und das machen meine Komponenten, glaube ich, ganz, ganz toll. Wo dann diese Klänge plötzlich in diese Stille hineinbrechen. Da wirken sie natürlich besonders heftig.

Speaker 2

Ich meine, da können wir eigentlich über den Blaubart reden, oder? Da ist ein Moment, where these enge harmonies come in the Holzbläser, oder? And this is rich, that it is langsome and a certain moment, it does for many people, I sit there and I think it's herrlich and I think it's super. And it's always we do it, where the thematic stells are.

Speaker

Und dann kann es auch nicht sinnlich. Ich höre ja tatsächlich nicht das. Man muss sich eben darauf einlassen.

Speaker 2

Darf man nicht darauf einlassen, oder das ist das Wichtigste, oder? Und ich finde, das ist, wo du am Anfang gesagt hast, dass Leute in dem Konzert gehen, weil es schön ist, oder? Aber es geht auch um eine gewisse Weiterbildung, oder? Dass man geht, es ist immer schwer, oder man geht ins Kino, weil man Unterhaltung haben will, oder? Das ist mir schon klar. Und da ist ja Zeit and Platz für alles, oder?

Speaker

Aber ein Kinofilm ohne dreckige Sequenzen geht auch nicht.

Speaker 2

Ja.

Speaker

Gerade in der Filmmusik ist unwahrscheinlich viel dissonantes Zeug. Und wir schauen ja auch alle gern dreckige Filme an. Sonntagabend beim Tatort sitzt die ganze Nation vor der Glotze. Eigentlich geht es ja da um Mord. Um grausiges, dreckiges Zeug. Aber das fasziniert uns ja als Menschen. Wir schauen ja immer hin, wenn was passiert. Weil so sehr es uns abstößt, aber das Interesse ist natürlich da.

Speaker 2

Aber die Generation von Diner Mama nicht, oder?

Speaker

Eher nicht, ja.

Speaker 2

Schaut sie. Ja, ja klar. Echt? Ja, na klar. Ja. Das ist interessant, oder? Weil da sind auch viele Leute, dass solche Sachen ausschalten, wenn es im Fernseher kommt, oder? Eher weniger, du hast recht, aber.

Speaker

Diese Dinge sind halt auch spannender. Es ist einfach spannender, als eine schöne, idyllische, harmonische Familiengeschichte, das ist halt langweilig.

Speaker 2

Ist das, weil wir das wahrscheinlich nicht nahe kennen?

Speaker

Ja, oder weil wir es zu gut kennen.

Speaker 2

No, but so richtig, ins echte Leben.

Speaker

Zu Hause haben wir alle nur Harmonie und Schönheit. Und dann suchen wir in der Kunst halt einmal. Ja, aber Blut und Mord haben wir nicht.

Speaker 2

Und deswegen schauen wir das an, oder? Weil es ist der Fantasie dahinter, oder? Aber in der Musik braucht man das nicht. Das ist irgendwie ein bisschen klein, denke ich. Aber.

Speaker

Ja, weil klar, es ist ja immer auch da in der Musik. Es gibt ja diese Darstellungen von Kringleisen, so wie diese, was war das, Wellington-Ouvertüre von Beethoven? Es ist ja furchtbar. Es ist so ein Dreck.

Speaker 2

Es ist wirklich furchtbar. Ich muss sagen, ich glaube, ich bin stolz darauf zu sagen, dass ich alle Orchesterwerke von Beethoven gespielt habe. Und ab und zu kommt jemand und sagt dir, ja, aber hast du das Wellington Ouvertureur gespielt? Und ich sage, ja, habe ich. Ich habe alle Ouverturen, alle Konzerte, alles. Und das ist dann das Wellington Overtureur ist wirklich das Schlimmste, glaube ich, was überhaupt existiert.

Speaker

Das Herumgeballere am Anfang, es ist ja wirklich unerträglich. Es gibt ein paar Sachen, wo er einfach auch. Aber klar, dem Auftraggeber wird es gefallen haben. Ich glaube, er hat sich einfach nicht, dass ich glaube nicht, dass ihm das selber Spaß gemacht hat. Das musste halt irgendwie abliefern.

Speaker 2

Ja, aber irgendein politischer Hintergrund.

Speaker

Dieser Pfeifenkopf, der hat Freude, wenn du herumgeschossen hast. Ja, genau. Und die Musik muss natürlich entsprechend banal sein, dass diese Leute das auch irgendwie verstehen.

Speaker 2

Vielleicht hat er ihm selber verarscht.

Speaker

Kann auch sein. Es gibt natürlich auch, dass Komponisten sich lustig machen und das Publikum das dann nicht merkt. Mein Schwesterkowicz, das Trompetenkonzert, ist eine Katastrophe. Absolut, ja. Absolute Katastrophe. Klavier und Trompete.

Speaker 1

Kennst du das? Und ich, wie? Ein tolles Stück? Ja, es ist so schön. Und er gleich anfangen vom Faden singen. Und ich sage, sorry, aber er verarscht dich nicht.

Speaker 2

Natürlich. Aber es ist mittlerweile schon bekannt. Seine Sachen, was Verarschung ist und so.

Speaker

Oder genauso der Sabel-Danz vom Kacchadorjan. Komplettes Verarschen vom Stalin.

Speaker 2

Ja, absolut.

Speaker

Er haut ihn ja direkt ins Gesicht. Und der Stalin hat es nicht begriffen. Wenn die Posaunen, die Bewegung, die der Posaunist macht, ist die Faust nach vorne streichen. Und das geht relativ schnell. Diam, tiam, tiam. Also er schlagt ihm direkt ins Gesicht. Ist aber leider immer noch wahrscheinlich das populärste Stück von Kalzatoren, auch bei uns. Zuerst der Vogeltanz, blöder geht es nicht. Und dann diese Schläge ins Gesicht. Und seine wirklich schönen Sachen werden leider sehr selten gespielt. Also ich weiß nicht, wann ich das kenne das nur von Schallplatte. Ich habe das nie gehört.

Speaker 2

Ja, du hast recht, ja. Man hört das selten.

Speaker

Man hört selten.

Speaker 2

Aber, und das ist wirklich vom Kacchaturian, meinst du? Ja, ich habe es ein paar Mal mit Geige gespielt, oder nicht selber gespielt, aber und mit Querflöte haben wir das einmal gemacht in Donber mit Karhein Schutz, ja.

Speaker 1

Es ist schön mit Geige, muss ich sagen. Ja, das ist mal wieder beim Querflöte.

Speaker 2

Sobrantsack sofort. Alles Esklar nicht. Alles Hauptsache kein Querflöte.

Speaker 1

Vorsicht, wir wissen nicht, wer es zuhört. Wir wissen ganz genau, wer zuhört. Ich wissen.

Speaker 2

Okay. Ja, aber ich finde der Dreck ist absolut wichtig. Gesellschaftlich, ich sehe das so. Glaubst du, dass manche Nationen weniger Dreckaffin sind? Ja, ich gehe jetzt zurück zu dem, was du gesagt hast am Anfang mit der Wohnung putzen und solche Sachen, oder? Glaubst du, dass wir vielleicht offener dafür sind? Oder mancher Länder, wo die Putzfrauen haben oder solche Sachen, glaubst du, dass die eher besser damit umgehen können?

Speaker

Es könnte gar nicht sein.

Speaker 2

Oder weniger, weil zu Hause eher alles sauber ist, weil jemand hinterher der Unterhose, der Unterhose vom Boden hoch tut, oder? Um statt die in den Wäschkörper zu tun, oder?

Speaker

Ich glaube, je strenger natürlich die Konventionen sind, umso weniger lässt sich das zu. Das ist vielleicht noch zum Dreck, also Dreck, das Erste, was mir natürlich eingefallen ist, Dreck war Mozart. Sind die Basil-Briefe? Wie oft kommt das Wort Dreck vor, in Verbindung mit Schleck und Leck und so. Also widerlich. Ja, gut, lassen wir das einmal weg. Aber ich war einmal, ich habe einmal zwei Monate in Paris gewohnt, ganz als Junger. Da war ich am Konservatorium. Ich habe zum Glück irgendwo eine Familie gefunden, wo ich Klavier üben konnte. Und am Nachmittag habe ich Fagot geübt. Und das war mal eine ganz kleine Mansartenwohnung irgendwo unter dem Dach. Die Pariser so haben für die Dienstboten waren das früher, diese kleinen Wohnungen. Und dort konnte ich nicht üben, weil da werden die Nachbarnsturm gelaufen. Jetzt bin ich mit dem Fagott in irgendeinem Park hinaus, habe mich da hingesetzt und habe da geübt. Und dann habe ich gemerkt, wenn ich den Fagott-Koffer einfach offen lasse, dann fühlt sich der auch langsam mit Münzen. Das war super. Und dann saß damals ein Clochard, also ein Obdachloser auf der Nachbarbank und hat so neidisch zugeschaut, wie mir die Leute münzen, und kam dann zu mir und hat sich mit mir anfangen unterhalten. Das war klar, er ist Amerikaner, so einen amerikanischen Akzent, hat Französisch gesagt, aber es war mir gleich klar und hat mir gefragt, woher ich komme und über Musik geredet sofort. And ich war völlig erstaunt, dass der, weil der war richtig dreckig, sich mit mir einfach über Musik unterhält. And ich habe gestaunt, was er alles gewusst hat.

Speaker 2

Okay.

Speaker

And then irgendwann hat er gesagt, und da ich jetzt eh schon genügend Geld beinander habe, könnte ich bitte da da oben in dem Supermarkt vielleicht eine Flasche Wein und ein Brot kaufen gehen für ihn. Wo gefunden war, warum nicht? Und dann haben wir da Wein und Brot und Oliven gegessen. Und der war dann immer wieder da. Also er war fast jeden zweiten Tag zu mir aufs Bankbänkel gesessen, weil er wusste, da kriegt er eine Flasche Wein. Und er hat mir dann, um sich zu revanchieren, hat er Kompositionen gebracht.

Speaker 3

Okay.

Speaker

Und am Anfang habe ich mir das halt angeschaut und haben uns darüber unterhalten, wie das komponiert ist. Und das waren zwölftönige Stücke. Das war also so, diese schönbergschen Sachen waren da umgesetzt, den Klaviersatz, so mit Bleistift geschrieben. Und der hat mir dann ein paar Zetteln geschenkt. Die waren auch unterschrieben. Und ich habe die irgendwo halt in irgendeinem Stapel, werden sie wohl noch sein. Und ich habe erst vor ein paar Monaten über Radiosendern gehört über den Komponisten Gordon Sherwood. Und ich denke mir, Gordon Sherwood, der Name stand auf jedem Zettel. Das war dieser Komponist. Und dann habe ich jetzt nachgeschaut im Netz, wo ist der? Und der ist erst, ich glaube 2013 oder 14 ist er erst in irgendeiner kirchlichen Einrichtung irgendwo in Deutschland dann verstorben. Also der hat dann lang gelebt. Und es werden Stücke von ihm aufgeführt. Und der hat sein Leben in Amerika, seine Familie verlassen, ist nach Paris gegangen, um dort als Obdachloser zu leben. Also eine bewusste Entscheidung, ich gehe und lebe jetzt unter der Brücke im Dreck. Das ist auch erstaunlich. Das hat man schon. Also dieses Lebenskonzept ist ja irgendwie auch schräg. Also der, weil man das Thema Dreck haben gedacht, den muss ich noch einfach anbringen, weil das einfach ein sehr interessanter Lebensweg ist.

Speaker 2

Sehr skurril, klar. Ja, ein Traum für jedes Psychologe.

Speaker 1

Ob ich schon weiß, was ich in der Pension mache.

Speaker 2

Du hast schon erwähnt einmal, dass du nach Paris oder sowas vielleicht ist.

Speaker 1

Geht das vielleicht noch eher? Jetzt in Paris ist es nicht mehr so, wie es damals war.

Speaker 2

Nein, nein, sicher nicht. Aber wenn wir jetzt so kurz über Frankreich und Impressionismus, oder? Die Klang, die Klänge, die da damals produziert sind, oder? Sul Ponticello and Tremelo und Flautando Geräusche oder Klänge in Flöten and so, oder? Flatter Tang, oder? All these things, these are Dreck, oder? Und das macht so viel schöner. Natürlich is es in which man das macht. Sul Ponticello can man auch auf andere Art on an other art and weise machen.

Speaker

Wenn ich es jetzt als Erde oder als Hummus sehe, da wachst du ja wächst ja schönes heraus. Manche stehen ja den ganzen Tag da und stand auf dem Dreck und warten, ob da vielleicht was rausspritst.

Speaker 2

Aber die Mikrotonalität auch, wo du gesagt hast, da entsteht so eine schöne Schwingung im Raum oft, oder wenn diese zwei Welten einander treffen und so, oder wenn da diese Wellen einmal treffen von die Obertöne und so, oder da passiert etwas Großartiges, oder?

Speaker

Und oft auch dort, wo man es gar nicht mehr einschätzen kann. Das ist ja oft gar nicht so genau berechenbar, sag ich jetzt einmal. Tatsächlich muss man dort rechnen. Oft wird einem ja vorgeworfen from the public. Das ist ja gerechnet, das ist die Musik. Yeah, natürlich. Man muss gewisse Dinge muss man rechnen. Das geht gar nicht anders. And dort kann man das oft gar nicht abschätzen, was dann wirklich passiert, when the verschiedenen Wellen länger aufeinander treffen. Yeah, sicher. This is nature auch sehr interessant.

Speaker 2

But it passiert auch in Matthäus Passion, oder? Da gibt es diese Soprano-Area, oder? Wo wunderbar ist, oder? Aber when there are gewisse Frequenzen getroffen sind, da entsteht irgendwas Sationelles, oder? Da wird das dann natürlich akzeptiert. Aber es tut weh, wenn das richtig getroffen wird, oder auch.

Speaker

Klar, oder wenn der Richard Wagner, aber ich weiß nicht, das war, glaube ich, eher aus Unwissen, im Contravergo zum Beispiel das Contra B im Pforte spielen lasst und der Horn muss dann genau am Teilton, aber vermindert ein Mollter spielen, dem haut fast das Horn aus der Hand. Das ist unmöglich, was dort passiert, was dort angeht.

Speaker 2

Das ist eine unglaubliche Kraft.

Speaker

Es gibt einfach Wirbel, es entstehen einfach Wirbel durch diese so nah aneinanderliegenden Wellen. Und das macht natürlich schon was aus.

Speaker 2

Es ist schon krass, dass die sind die Dinge, die wir eigentlich suchen, irgendwie, oder? Oder wir versuchen, die eben hinzukriegen. Aber manche Leute versuchen die sofort zu vermeiden. Schade.

Speaker

Schade, ja. Die Trompeter können es gut.

Speaker 2

Ja, die können es gut. Was haben wir jetzt aus das jetzt gekriegt? Ich meine, das ist immer so schwierig. Wir sind eigentlich beide oft der gleichen Meinung. Wir sind beide Fans davon. Und ich meine, die Sache hinter dem Podcast ist eher das zu verbreiten, was unsere Meinung ist oder wofür wir begeistert sind eigentlich. Ja, aber ich glaube, es ist wichtig einfach, dass Leute offen bleiben dafür.

Speaker

Also ich finde einfach drüber nachdenken, über Dinge, wie man halt jetzt Musik macht und so. Das macht mir jetzt Spaß zum Beispiel. Das finde ich unterhaltsam.

Speaker 2

Also, was ich gern für nächstes Mal als Thema haben möchte, ist der Skandal. Dass wir vielleicht ein paar wichtige musikalische Beispiele bringen, wo Sachen passiert sind, wo wirklich als Skandal zum Beispiel Le Sacre, aber das ist das Banalste, was man finden kann. Aber vielleicht heutzutage in unserer, wann war das letzte grosse Skandal, zum Beispiel, oder?

Speaker

Und wann wird etwas ein Skandal? Was braucht's? Und was ist, ja genau. Und macht es Sinn oder so? Danke, das ist ein gutes Thema.