Opus NULL

Luft von anderem Planeten

Guy Speyers, Gerald Futscher Season 2 Episode 1

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OPUS NULL – Folge: „Luft von anderem Planeten“

1908 zerbricht Arnold Schönbergs Welt. Seine Ehe gerät in eine tiefe Krise, sein Freund, der Maler Richard Gerstl, nimmt sich das Leben, und gleichzeitig entsteht eines der folgenreichsten Werke der Musikgeschichte: das zweite Streichquartett op. 10.

War diese Musik die direkte Folge einer persönlichen Katastrophe? Oder vollzog sich hier ein Bruch, der längst in der Musik selbst angelegt war?

In dieser Folge von OPUS NULL gehen Guy Speyers und Gerald Futscher der Frage nach, warum Schönbergs zweites Streichquartett weit mehr ist als der Beginn der Atonalität. Sie sprechen über den Skandal der Uraufführung, über das Verhältnis von Biografie und Komposition, über den Verlust der Tonalität und über die berühmte Zeile aus Stefan Georges Gedicht: „Ich fühle Luft von anderem Planeten.“

Was geschieht, wenn die Harmonie ihre bindende Kraft verliert, die Form aber bestehen bleibt? Ist dieses Werk ein Abschied von der Romantik oder bereits der erste Schritt in eine völlig neue musikalische Welt?

Eine Folge über Liebe, Verrat, künstlerische Radikalität – und über den Moment, in dem Musik beginnt, nach anderen Gesetzen zu funktionieren.

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